Minna von Barnhelm oder Das Soldatenglück

Stück von Gotthold Ephraim Lessing

Minna von Barnhelm oder Das Soldatenglück

Der Siebenjährige Krieg ist vorbei, Preußen und ganz Europa befinden sich in einem Wirtschaftschaos und der vollkommen mittellose Major Tellheim kehrt aus dem Krieg zurück. Er hatte den Kriegsverlierern gegenüber Mitleid gezeigt und die Gelder, die er eigentlich bei ihnen eintreiben sollte, kurzerhand selbst gezahlt. Daraufhin wurde er, aufgrund falscher Beschuldigungen über die Veruntreuung von Geldern, unehrenhaft aus dem Militär entlassen. Verwundet, heimat- und mittellos, tief in seiner Ehre und seinem Selbstbild verletzt, verbirgt sich Tellheim sogar vor seiner Minna, mit der er sich noch vor dem Krieg verlobt hatte, in einer heruntergekommenen Absteige.

Doch Minna akzeptiert das so nicht: Sie will ihren Tellheim nun endlich heiraten und beginnt geschickt ein Wort- und Verwirrspiel: Sie behauptet, selbst ebenso verarmt zu sein wie Tellheim, um ihm im Nichtshaben wieder gleichgestellt zu sein, entfacht immer neue Verwicklungen und lässt vor allem nicht von Tellheim ab.

Gotthold Ephraim Lessings Stück, das 1767 in Hamburg uraufgeführt wurde, ist eine spielerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Rollenbildern und moralischer Eitelkeit, die mit zweierlei Maß misst. Mit "Minna von Barnhelm" hat Lessing eine moderne, redegewandte und emanzipierte Frauenfigur geschaffen, die in diesem Stück voller Sprachwitz voll zur Geltung kommt.

Alle Gewinner kommen am 28. Februar 2020 zu uns ins Pfalztheater, um sich gemeinsam eine Abendvorstellung von "Minna von Barnhelm oder Das Soldatenglück" anzusehen.

 

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